In der Dortmunder Petrikirche erlebte eine GüT-Gruppe am 9. Mai ein Konzert und eine Führung durch die mittelalterliche Kirche, sowie Erläuterungen zum “Goldenen Wunder von Westfalen” einem großartigen 500 Jahre alten Antwerpener Altar.
Wie an jedem Freitag erklang ab 13 Uhr die traditionelle “Musik am Mittag” in der Petrikirche. Sie wurde dieses Mal gestaltet von der Musikerin Maren Lueg, die ihr Programm “From Orient to Okzident” nannte. Sie spielte meisterhaft eigene Kompositionen und Transkriptionen einiger Werke von Bach, Mozart und Stamitz für die Soloinstrumente Querflöte, Saxophon und Arabische Ney Flöte. In der großen Hallenkirche mit ihrem extrem starken Hall konnten die Zuhörer ein besonderes Klangerlebnis genießen.
Dem Konzert schloss sich eine Führung durch die Petrikirche an. Sabine Zurek informierte über die wechselvolle Geschichte der Kirche und wies auf einige Besonderheiten hin. Im Fokus standen die Erläuterungen zum riesigen Antwerpener Altar aus dem Jahr 1521, der im Chorraum hinter einer Glaswand steht. Die Maße sind beeindruckend: 7,40 Meter breit und 5,60 Meter hoch! In 30 Gefachen zeigen 633 aus Holz geschnitzte und vergoldete Figuren Szenen aus dem Leben Jesu und der Kreuzauffindungslegende durch Helene, der Mutter des römischen Kaisers Konstantin.
Der Altar ist ein Flügelaltar, der drei unterschiedliche Seiten hat: Von Ostern bis zum Frühsommer ist die Ansicht mit der Figurenfülle zu sehen, im Sommer ist die Rückseite mit 30 Gemälden aufgeklappt, die vor allem biblische Erzählungen rund um die Geburt Jesu illustrieren. In der Karwoche wird ein kleinerer Bilderzyklus mit dem Thema “Anbetung der Eucharistie” gezeigt. Die jeweiligen Wandlungen des Altars werden in der Presse angekündigt und sind öffentlich.
Nach dem intensiven Eintauchen in die Dortmunder Kultur trafen sich die Teilnehmer im nahen Café Kleimann (mit den Papageien) zur Einkehr bei Kaffee und Kuchen.
Initiator: Heinz Helmut Bussemas
© Gruppe GüT (Bezirk Dortmund)
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