In der Dortmunder Nordstadt leben Bürger aus mehr als 150 Nationen. Entsprechend vielfältig ist auch die Glaubenskultur. Begleitet mit sachkundigen Erläuterungen durch Frau Annette Kritzler von den „Borsigplatz-VerFührungen“ wurden am 09. März 2024 drei Gotteshäuser besucht. Gemeindevertreter informierten über die Historie der jeweiligen Gemeinden und über Glaubensgrundlagen.
Die evangelische Lutherkirche / „Studio 41“
in der Flurstraße steht heute beispielhaft für moderne Kirchenarchitektur und innovative Nutzung. Die ursprüngliche Kirche mit 1000 Sitzplätzen wurde 1907 eingeweiht. Nach der Zerstörung im zweiten Weltkrieg blieb nur der Kirchturm erhalten. Wegen Baufälligkeit musste er jedoch Ende 2023 abgerissen werden. Bereits 1963 wurde ein neues Kirchengebäude errichtet, und 2003 wurden in die bestehende Gebäudehülle auf zwei Ebenen flexibel nutzbare Räume eingebracht.
Mittlerweile dient das Kirchengebäude als Zuhause des Jugendkirchenprojekts „Studio41“. Es wird genutzt für Freizeitaktivitäten und alle drei Monate für einen besonderen Gottesdienst. Diesem Projekt liegt die Mission zugrunde: „... Mit Jesus im Zentrum wollen wir Jugendliche und junge Erwachsene empowern und authentische Beziehungen leben...“
Die evangelische Kirchengemeinde hat im Paulus-Zentrum (Evangelische Lydiagemeinde) an der Kirchenstraße im Dortmunder Hafenviertel ihren neuen Platz gefunden.
Die russisch-orthodoxe Kirche zu Ehren der Heiligen Dreifaltigkeit
steht gleich nebenan. Es handelt sich um das ehemalige Gemeindehaus der evangelischen Kirche. Bei der Besichtigung erlebte die Gruppe eine Gottesdienstveranstaltung mit und konnte sich einen Einblick in die russisch-orthodoxe Glaubenskultur verschaffen.
Die türkische Kocatepe-Moschee als Beispiel islamischer Glaubenskultur
befindet sich zwei Straßen weiter. Hier wurde zunächst die Bedeutung der Moschee als Ort der Versammlung und als Platz für Gebet und Andacht vorgestellt. Auch wurde auf die bauliche Aufteilung einer Moschee hingewiesen. Ebenso gab es Erklärungen zur Glaubensgrundlage mit den fünf Säulen des Islam und der Bedeutung der islamischen Feste.
Zum Abschluss traf sich die Gruppe in der Weinwirtschaft „Stachelschwein“, wo bei Tapas und erlesenen Weinen die Gelegenheit zu ausgiebigem Gedankenaustausch genutzt wurde.
© Gruppe GüT (Bezirk Dortmund)
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