Im LWL-Museum der Zeche Zollern in Dortmund besuchten am 10.08.24 einige GüT-Freunde/Freundinnen die Ausstellung „Das ist kolonial“
Das geschichtliche Kolonialzeitalter wird offiziell der Zeit zwischen 1870 und 1914 zugeordnet. Die Ausdehnung der herrschenden europäischen Mächte auf außereuropäische Gebiete hatte neben missionarischen Tätigkeiten das vorrangige Ziel der wirtschaftlichen Ausbeutung und Einflussnahme. Kolonialherren und deren Mutterländer waren darauf bedacht, ihren Reichtum zu mehren. Obwohl es nach dem zweiten Weltkrieg zu weitgehender Dekolonisierung kam, blieben aufgrund der geschaffenen Strukturen weiterhin wirtschaftliche und kulturelle Abhängigkeiten bestehen. Diese Auswirkungen sind auch heute noch deutlich erkennbar.
Während der 90-minütigen Führung wurde die deutsche Kolonialgeschichte dargestellt. Anhand von 250 Exponaten und einigen Tondokumenten gibt es tiefgreifende Einblicke in die Kolonialzeit und die Auswirkung auf die weitere historische Entwicklung. Unverkennbar ist das Gedankengut dieser Zeit auch in die Bewegung des Nationalsozialismus eingeflossen. Ebenfalls wird deutlich, dass aufgrund bestehender Strukturen unsere Gesellschaft bis in die Gegenwart vom Kolonialismus geprägt ist.
In der Außengastronomie des Restaurants "Pferdestall" gab es im Anschlus die Gelegenheit für weiteren Gedankenaustausch
Initiator: Klaus Runte
© Gruppe GüT (Bezirk Dortmund)
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