Bei schönstem Sommerwetter startete am 17.Juni 2025 eine Gruppe von 18 Teilnehmern vom Parkplatz der NAK in Essen-Ost (ehemals Gemeinde Essen-Steele) zu einer Radtour rund um den Baldeneysee. Die ortskundigen Begleiter Eveline und Peter Glogowiec führten sie souverän.
Fischliftsystem am Wehr Baldeneysee
Die erste Attraktion wurde gegen Mittag angefahren. Es fand eine sehr interessante und informative Besichtigung des Fischliftsystems am Wehr Baldeneysee statt, die eine einstündige fachkundige Exklusiv-Führung durch den Ruhrverband beinhaltete.
Der Fischaufzug besteht aus zwei Röhren, mit jeweils einem Durchmesser von ca. 2 Metern. Dort wird der Wasserstand durch Entleeren ausgeglichen. Wenn sich die Röhre mit Wasser füllt, steigt der sich darin befindende wassergefüllte Liftkorb auf und befördert somit die Fische nach oben. Dann wird die Röhre entleert und der Korb senkt sich wieder ab. Beide Röhren werden abwechselnd betrieben. Somit findet sich stets ein freier Lift. Dieses System hilft also den Fischen, dass sie die Barriere Stauwehr überwinden können, um zu ihren Laichplätzen zu gelangen.
Am Infopoint in der Ausstellung am Wehr gibt es einen zentralen Blickfang: Das Maskottchen „Horst, die Quappe“ zeigt eine heimische Fischart, die vom Aussterben bedroht ist.
Südtiroler Stuben
Nach der Besichtigung ging es zum Restaurant Südtiroler Stuben. Auf der Terrasse direkt am Baldeneysee waren schon Plätze unter einem großen Sonnenschirm reserviert. Hier liegt Südtirol näher als man denkt: Die Speisekarte bietet einige Südtiroler Spezialitäten wie z. B. Frittatensuppe, Kaiserschmarrn, das Brotzeitbrettl mit Bauernspeck, Kaminwurzen, Bergkäse und Bergsteigerbrot. Auch Knödel in allen Variationen fehlen dabei nicht, und als Bier vom Fass wird Forst Kronen aus Südtirol serviert.
Essen-Kettwig
Nach der Stärkung ging es weiter entlang des Sees und der Ruhr nach Kettwig, das im südwestlichen Zipfel der Stadt Essen liegt. Dieser Stadtteil ist flächenmäßig der größte. Wegen seiner Nähe zur Ruhr und durch die Altstadt mit zahlreichen historischen Gebäuden, engen Gassen, kleinen Cafés und Eisdielen ist er ein beliebtes Ausflugsziel. Idylle und Historie vermischen sich hier mit der Neuzeit.
Nach einer guten und leckeren Portion Eis gelangte die Radler-Gruppe auf der Südseite des Sees an die Ruine Haus Scheppen, einem historischen Lehnsgut der ehemaligen Abtei Werden aus dem 14. Jahrhundert. Von dort aus ging der Weg zurück zum Ausgangspunkt nach Essen-Steele. Hier endete die von vielen Eindrücken geprägte 52 km lange Radtour.
Initiator: Rolf Pinno
© Gruppe GüT (Bezirk Dortmund)
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