Elf reife E-Biker*innen trafen sich am 28. August 2025 um 10:30 Uhr an der NAK Unna-Massen – pünktlich, ausgeschlafen und voller Tatendrang
Das Wetter? Perfekt für eine Tour: angenehm frisch, mit einer kleinen, charmanten Drohung von Regen am Nachmittag – doch waren alle guter Hoffnung, dass der angesagte Regen (wie vom Organisator versprochen) erst um 18 Uhr einsetzen würde.
Los ging’s Richtung Unna Königsborn, mit einem ersten Fotostopp an der „Seilscheibe“ – einem Ort, an dem sich die Seilscheiben an Fördertürmen einst mehr drehten als heute die Zahnkränze für die Fahrradketten. Danach rollte die Karawane durch Kamen Heeren-Werve auf alten, super ausgebauten Zechenbahntrassen Richtung Bönen, zur ehemaligen Zeche Königsborn III/IV – heute Eventlocation, Lernort und Gedenkstätte der tausenden Zwangsarbeiter im zweiten Weltkrieg. Ein kurzer Moment der Einkehr und des Innehaltens; der Ernst der Geschichte fuhr mit.
Doch der Apfel ruft! Also noch vier Minuten weiter, wo am Marktplatz mit Park, Teich und Wasserfontäne, Vitamin C als Kraftquelle aus der Natur verzehrt wurden – bei einigen wurde der Apfel dabei elegant durch ein lecker belegtes Schnittchen ersetzt.
Frisch vitaminisiert ging es dann entlang goldener Felder Richtung Dattel-Hamm-Kanal über Nordbögge, vorbei am Schacht Lerche. Das größte Hindernis war die Überquerung der vielbefahrenen Dortmunder Straße. Allerdings ergab eine Inventur, dass sämtliche E-Biker*innen es unfallfrei geschafft hatten. Nur noch wenige hundert Meter zum Kanal. Nach gut 4 Kilometern Wasserblick war das Ziel erreicht: die „Marina Rünthe“. Im Außenbereich des Restaurants „Zum Yachthafen“ waren Plätze reserviert und es wurde gespeist wie die Kapitäne. Es war „Schnitzeltag“: Jedes Schnitzel mit Beilage und Salat vom Salatbuffet zum gleichen Preis, dazu der kostenlose Ausblick in den großen Yachthafen.
Gut gestärkt (und mit vollen Bäuchen, die beim Weiterfahren leicht protestierten) wurde der Weg, erneut über alte Zechenbahntrassen, zur Kamener City eingeschlagen. Ein kurzer Stopp an der malerischen „5-Bogen-Brücke“ der Seseke für das obligatorische Gruppenfoto. „Jetzt alle lachen!” musste gar nicht angemahnt werden, denn alle waren gut drauf.
In der City angekommen - eine große Entscheidung! Eisdiele oder Konditorei? Die Gruppe teilte sich in „Team Stracciatella“ und „Team Sachertorte“. Pünktlich zum ersten Bissen kam der angekündigte Regen, leider drei Stunden vor der angekündigten Zeit. Natürlich hatte der Tour-Organisator eine Ausrede:„ Drei haben ihren Teller am Mittag nicht leer gegessen“.
Zum Glück war der Regen nach dem letzten Löffel Sahne vorbei. Die Rückfahrt nach Unna-Massen erfolgte bei wieder trockener Strecke mit guter Laune, vollen Mägen und einem Stopp an den „Floating Stones Audiowalk“. Durch scannen eines QR-Codes kann man dort die gruseligsten Geschichten (von Hexen, Zauberern, etc.) aus Wasserkurl und Kamen erfahren. Mit Gänsehaut, aber ohne Muskelkater erreichte die Gruppe dann den Ausgangspunkt. Noch ein Wasser oder ein Radler zum guten Schluss, E-Bikes auf die Fahrradträger und ab nach Hause.
Fazit: 49 Kilometer, 11 Helden, 0 Platten, 1 Regenschauer, unzählige Gespräche und Lacher – und große Vorfreude auf die nächste Tour!
Initiator: Norbert Kumor
© Gruppe GüT (Bezirk Dortmund)
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